Fair Trade Kleidung

Fair Trade Kleidung

Entstehung:

Das Wort Fair Trade steht für kontrollierten Handel und die Idee kommt aus den USA. 1946 reiste Edna Ruth Byler nach Puerto Rico und sah dort das Elend und Leid der Arbeiterinnen. Sie beschließt einen Markt für Produkte aus Südamerika zu schaffen und faire Preise zu bezahlen. In Deutschland liegt die Wurzel des fairen Handels im kirchlichen Bereich. Anfang der 70-iger Jahre entstanden die ersten Dritte-Welt-Läden, die als Unterstützung und Hilfe für Länder der dritten Welt gegründet wurden. Derzeit gibt es in Deutschland ca. 800 Weltläden. 1992 entstand TransFair. Dieser gemeinnützige Verein handelt nicht mit Waren aus Lateinamerika, Afrika oder Asien, sondern hat das Ziel, die Lebens- und Arbeitsbedingungen in diesen Ländern zu verbessern. Es wurde das Fairtrade-Siegel geschaffen, das bei Einhaltung von sozialen und ökologischen Standards vergeben wird. 2003 wurde dieses Siegel internationalisiert und wird derzeit weltweit für 30.000 Produkte vergeben.

Fairer Handel

Durch entsprechende Preise wird das wirtschaftliche Auskommen der Produzenten meist in Ländern der dritten und vierten Welt gesichert. Durch langfristige Lieferverträge und faire Preise erzielen die Hersteller entsprechende Gewinne und können wirtschaftlich überleben. Durch den fairen Handel wird eine korrekte Produktions- und Lieferantenkette sicher gestellt. Ausgehend von den Rohstoffen über die Herstellung bis zum Endprodukt wird unter menschenwürdigen Bedingungen gearbeitet und zu guten Konditionen bezahlt. Die Preise werden von den Fair-Trade-Organisationen festgelegt. Sie liegen aber immer über dem im Herstellungsland geltenden Marktpreisen. Dadurch wird garantiert, dass das Einkommen der Produzenten über dem landesüblichen liegt. Die Hersteller ihrerseits sorgen dafür, dass die Produkte unter Einhaltung der Umwelt-, Sozial- und Qualitätsstandards produziert werden. Alle Produkte die unter diesen Bedingungen hergestellt und vertrieben werden erhalten ein entsprechendes Gütesiegel, das mittlerweile als eine sozial-ökologisches Qualitätssiegel angesehen werden kann.

Fair Trade Kleidung

In den entwickelten Ländern der Welt sind die Kleiderschränke voll. Trotzdem wird immer weiter eingekauft. Die Hauptsache für viele Konsumenten ist, die Kleidung ist modisch und billig. Kauft man Fair Trade Kleidung entsteht eine Win-win-Situation. Die Lebensbedingungen der Menschen in den Entwicklungsländern wird verbessert und die Umwelt wird geschont. Die Hauptmerkmale der Fair Trade Kleidung sind umweltfreundliche, nachhaltige Herstellung. Es gibt verschiedene Gütesiegel, die die Einhaltung dieser Grundsätze garantieren und die Echtheit bestätigen und über die Herkunft und Herstellung der verwendeten Rohstoffe Auskunft geben. Leider muss der Konsument sich mit mehreren Gütezeichen auseinandersetzen. Es gibt das allgemeine Fairtrade-Siegel, die Qualitätszeichen Naturtextil-IVN, Naturtextil-IVN, Öko-Tex Standard, G.O.T.S. und für Leder das Qualitätssiegel Korrektes Leder.
Der Käufer bzw. die Käuferin kann sich darauf verlassen, dass alle Produkte die eines dieser Zeichen tragen aus Rohstoffen hergestellt wurden, die aus kontrolliertem, biologisch Anbau stammen und unbedenkliche Farben verwendet wurden. Besonders wichtig ist der ökologische Anbau der Baumwolle. Es werden keine Pestizide eingesetzt und mit Wasser wird besonders sparsam umgegangen. Kleidung die nach diesen Prinzipien gefertigt wurde, kann mit gutem gewissen gekauft und auch getragen werden.

Der Trend zur Fair Trade Bio Kleidung zeigt sich nicht nur in der Fashionwelt, sondern auch viele kleine innovative Unternehmen entscheiden sich immer öfter für die Verarbeitung fair produzierter und gehandelter Rohstoffe. Auf den internationalen Fashionweeks ist faire Kleidung angesagt und entwickelte sich in den letzten Jahren zum Verkaufsschlager. Bereits im Jahre 2005 erkannte der Designer Peter Ingwersen diese Marktlücke und entwirft seither unter dem Label Noir modische Kleidung mit ethischem Anspruch. Aber nicht nur teure und exklusive Marken setzen auf diesen Trend. Auch Modediscounter wie H&M verkaufen Produkte aus ökologisch produzierter Biobaumwolle…

Herzlich Willkommen

Herzlich Willkommen

Hallo zusammen,

herzlich willkommen zu meinem neuen Blog in dem es rund um das Thema fair trade und vor allem faire Kleidung geht.
Ich möchte hiermit meinen Beitrag dazu leisten das menschliche Bewusstsein für faire Arbeitsbedingungen zu wecken. Rund 80% der heutigen gekauften Mode der gängigen Marken werden unter sehr unfairen Bedingungen hergestellt und verkauft. Darunter leiden natürlich die Arbeiter in den Herstellerländern, aber auch die Umwelt und unsere Gesundheit.
Warum das alles so ist und was jeder Einzelne aktiv dagegen tun kann, versuche ich mit diesem Blog aufzuklären. Ich freue mich diese Informationen mit euch zu teilen und damit meinen Teil zum fairen Handel beizutragen!…